RATGEBER FÜR ELTERN · 02.11.2026 · Maurice, Gründer von Lernt!

Englisch begleiten – auch ohne eigene Englischkenntnisse

Englisch-Hausaufgaben und das eigene Schulenglisch ist lange her – oder es gab nie welches? Du musst kein Englisch können, um dein Kind gut zu begleiten.

Interesse zählt mehr als Wissen

Frag nach: Was habt ihr heute gelernt? Welches Wort war neu? Kinder erzählen gern, wenn jemand wirklich zuhört. Allein das Gespräch wiederholt den Stoff.

Lass dich unterrichten

Dreh die Rollen um: Dein Kind bringt dir die neuen Wörter bei. Wer etwas erklärt, muss es selbst verstanden haben. Und es macht Spaß, wenn die Eltern mal die Lernenden sind.

Hören vor Schreiben

Englisch wird anders geschrieben als gesprochen. Viele Schulbücher haben Hörtexte online, dazu gibt es Kinderlieder und kurze Videos. Häufiges Hören hilft beim Aussprechen und beim späteren Schreiben.

Kleine Rituale im Alltag

Ein englisches Wort des Tages am Kühlschrank, beim Treppensteigen auf Englisch zählen, beim Frühstück die Lebensmittel benennen. Wenige Minuten, aber regelmäßig.

Kontrollieren mit Lösungsblatt

Wer selbst unsicher ist, kann mit einem Lösungsblatt trotzdem kontrollieren. Dein Kind vergleicht selbst und markiert, was anders ist. So bleibt es selbstständig, und du musst nichts übersetzen.

Typische Hausaufgaben – und wie du hilfst

Vokabeln lernen: Nutze die Methode Schauen, Abdecken, Schreiben, Vergleichen. Du musst die Wörter nicht aussprechen können – dein Kind kontrolliert mit dem Buch selbst. Lass dich abfragen, wenn dein Kind die Aussprache übernimmt.

Lückentexte und Grammatik: Bitte dein Kind, dir die Regel mit eigenen Worten zu erklären, bevor es losschreibt. Danach wird mit dem Lösungsblatt verglichen.

Lesen und Hören: Sucht gemeinsam kurze englische Videos oder Lieder zu einem Thema, das dein Kind mag. Ein paar Minuten am Tag reichen.

Was du lieber lässt

Eigene Unsicherheit überspielen oder falsche Aussprache „vormachen“. Sag ruhig: „Das weiß ich nicht – schauen wir zusammen nach.“ Das ist ein gutes Vorbild für den Umgang mit Nichtwissen. Und keinen Druck: Englisch lernt man über Jahre, nicht über einen Abend.

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